Über uns
Wir bieten fachlich fundierte Informationen zu Technik für die Bewirtschaftung nasser Moore.

Quelle: Sabine Wichmann
Worum geht es bei Paludiscout?
Paludikultur ist die produktive land- und forstwirtschaftliche Nutzung nasser und wiedervernässter Moore mit Torferhalt. Sie bietet eine zukunftsfähige Alternative zur entwässerungsbasierten Bewirtschaftung. Um dieses Konzept in der Praxis umzusetzen, bietet PaludiScout klare und vergleichende Informationen über geeignete Landtechnik für die Bewirtschaftung nasser Moore.

Quelle: Sabine Wichmann
Technik für nasse Moore
PaludiScout bietet eine Übersicht zu Maschinen für die Bewirtschaftung nasser Moore. Da konventionelle Technik nicht für nasse Moorstandorte geeignet ist, sind Maschinen mit geringem Kontaktflächendruck erforderlich. PaludiScout bietet eine Plattform, auf der Technik und Dienstleistungen zusammengeführt werden. Es wird Technik gelistet, die für nasse Moorstandorte (Paludikultur: durchschnittlich -10 bis 0 cm) und für Wasserstände in Randbereichen der Paludikultur (niedriger als 10 cm unter Flur) einsetzbar sind.

Quelle: Bas Spanjers
Gemeinsam Innovationen voranbringen
Neben Technikdaten bietet PaludiScout auch Informationen zu Innovationen, Verfahren und Praxiserfahrungen rund um die Bewirtschaftung nasser Moore. Viele Lösungen entstehen als individuelle Entwicklungen engagierter Pionierinnen und Pioniere. Ziel ist es, gemeinsam technische Innovationen aus der Nische in die Breite zu bringen, für eine tragfähige, klima- und bodenschonende Bewirtschaftung nasser Moore.
Unser Anspruch
PaludiScout listet Technik und Dienstleistungen, die für die Bewirtschaftung nasser Moore geeignet sein können. Um dies sicherzustellen, haben wir Aufnahmekriterien definiert. Zu den wichtigsten Aufnahmekriterien des PaludiScout zählt ein maximaler Kontaktflächendruck von 408 g/cm². Informationen zur Nutzung und Haftung des PaludiScout sind in den Nutzungsbedingungen zu finden.
Zum Hintergrund
Der maximale Kontaktflächendruck von 408 g/cm² bezieht sich auf eine Maschine inklusive Ladung, also zulässigem Gesamtgewicht. Er wurde auf Grundlage der Auswertung von Grenzwerten aus verschiedenen Förderprogrammen [1][2], Experteninterviews sowie Literaturangaben [3; 4] festgelegt. Der Grenzwert im PaludiScout von 408 g/cm² ist bewusst nicht sehr restriktiv gewählt. Dadurch können auf PaludiScout Maschinen erfasst werden, die sich nicht in allen Fällen für die Bewirtschaftung nasser Moore (Wasserstand ca. 0–10 cm unter Flur oder höher) eignen, sondern es werden auch Maschinen für feuchte Standorte (Wasserstand niedriger als 20 cm unter Flur) einbezogen. Gleichzeitig wird jedoch vermieden, dass Maschinen auf PaludiScout erscheinen, die nicht für die Bewirtschaftung feuchter und nasser Moore geeignet sind. Der Grenzwert dient als orientierender Richtwert. Wasserstände in Mooren sind nicht einheitlich, sondern abhängig von lokalen Flächeneigenschaften und häufig im Jahresverlauf sowie zwischen den Jahren schwankend.
Information
Die Verantwortung für die Auswahl und Eignungsprüfung der Technik oder Dienstleistungen für den jeweiligen Einsatzzweck sowie für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben liegt bei den Anbietenden und Nutzenden selbst.
Vernetzt durch die PaludiZentrale
PaludiScout ist ein Produkt der PaludiZentrale – einem Forschungs- und Vernetzungsprojekt, das gemeinsam vom Thünen-Institut Braunschweig und der Universität Greifswald und im Verbund mit der Michael Succow Stiftung geleitet wird. Die PaludiZentrale organisiert die Vernetzung von fünf Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuDs) sowie vier Pilotvorhaben zum Moorbodenschutz in fünf moorreichen Bundesländern in Deutschland. Gemeinsam mit der PaludiZentrale bilden die Projekte das PaludiNetz.
Wissenstransfer
Zur Förderung des Wissenstransfers stellt die PaludiZentrale mit fachlicher Unterstützung durch Experten aus den Projekten im PaludiNetz die Plattform PaludiScout bereit. PaludiScout bietet erstmalig umfangreiche und gebündelten Informationen zu Paluditechnik für das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit. PaludiScout unterstützt insbesondere Landwirtinnen und Landwirte bei Fragen der Technik.
Forschung
Die PaludiZentrale koordiniert die wissenschaftliche Begleitforschung in naturwissenschaftlichen und ökonomischen Arbeitsfeldern. Die Themen reichen von Treibhausgasemissionen, Hydrologie und Boden sowie Biodiversität bis hin zu Planung und Genehmigung, Landwirtschaft, Verwertung und Vermarktung, Betriebswirtschaft und Sozioökonomie.
Praxisnah
Seit 2021 arbeiten die ersten Projekte des PaludiNetzes daran, Paludikulturen in der Praxis umzusetzen und Wertschöpfungsketten mit Moorbiomasse aufzubauen. Technische Lösungen in der Landwirtschaft sind ein zentraler Bestandteil bei der Optimierung dieser Wertschöpfungsketten.
Erarbeitet von:




Gefördert von:


aus dem Sondervermögen Klima und Transformationsfonds
Quellen und weitere Informationen
[1] Investitionen in eine klimagerechte Landnutzung und Entwicklung von organischen Böden – Klima-/Moorschutz – investiv, Website Stand 3.02.2026
[2] Investitionsförderung ANK-NABO, Website Stand 3.02.2026
[3] Wichmann, Sabine; Dettmann, Sebastian; Dahms, Tobias (2016): Landtechnik für nasse Moore. In: Wendelin Wichtmann, Christian Schröder und Hans Joosten (Hg.): Paludikultur – Bewirtschaftung nasser Moore. Klimaschutz – Biodiversität – regionale Wertschöpfung. Stuttgart: Schweizerbart, S. 63–70.
[4] Mosebach, P.; Birr, F.; Wenzel, F.; Luthardt, V.; Schleip, I. (2024): Biodiversitätsfördernde Maßnahmen und Bewirtschaftungstechnik für eine Standortgerechte Niedermoornutzung. Hg. v. Ministerium für Landwirtschaft Brandenburg. Link: https://mleuv.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/Standortgerechte-Niedermoorbewirtschaftung.pdf