
Quelle: Sabine Wichmann
Mit dem richtigen Reifendruck Moore schonend bewirtschaften
Der Reifendruck ist bei der Bewirtschaftung nasser Moore besonders wichtig, weil er maßgeblich beeinflusst, wie stark der Boden belastet wird. Ein niedriger Reifendruck vergrößert die Aufstandsfläche der Reifen und verteilt das Gewicht der Maschine auf eine größere Fläche. Dadurch sinkt der Bodendruck, sodass die Gefahr von tiefen Fahrspuren, Bodenverdichtungen und Schäden an der empfindlichen Mooroberfläche verringert wird.
Gerade auf nassen Moorböden ist das entscheidend: Zu hoher Reifendruck kann dazu führen, dass Maschinen stärker einsinken und die Vegetationsdecke beschädigen. Ein angepasster, niedriger Reifendruck trägt daher dazu bei, die Flächen schonend zu bewirtschaften und Bodenschäden zu vermeiden.
Das DLG-Merkblatt 502 „Anpassung des Luftdrucks im Reifen“ beschäftigt sich mit der Frage, wie der Reifenfülldruck landwirtschaftlicher Maschinen an unterschiedliche Einsatzbedingungen angepasst werden kann. Der Reifendruck beeinflusst dabei sowohl die Bodenschonung und Traktion auf dem Feld als auch Fahrsicherheit, Kraftstoffverbrauch und Reifenverschleiß auf der Straße. Die durchgeführten Messungen beziehen sich auf Untersuchungen, die auf mineralischen Standorten durchgeführt wurden. Es ist jedoch zu vermuten, dass ähnliche Zusammenhänge auf Moorbodenstandorten bestehen.
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Das DLG-Merkblatt 502 bietet einen umfassenden Einstieg zu den Hintergründen eines angepassten Reifendrucks und seinen Auswirkungen.

